Angst? Panikattacken? Linderung!

Jeder Fünfte kennt es aus eigener Erfahrung. Wie aus dem Nichts werden Betroffene von Herzklopfen, Schwindel, Beklemmungsgefühl, Atemnot und Schweißausbrüchen überfallen, welche sich bis zur Todesangst hochschaukeln. Und auch wenn dieser Spuk in aller Regel nach 10 bis 30 Minuten ebenso plötzlich endet wie er begonnen hat, bleibt bei den meisten die Furcht zurück, dass sich solch ein Ereignis wiederholen kann. Oder es bleibt die Sorge, dass eine ernste körperliche Erkrankung dahinter stecken könnte, was tatsächlich nur in den seltensten Fällen begründet ist.

Grundsätzlich ist die sogenannte "Kampf oder Flucht"-Reaktion (fight or flight) ein wichtiger Überlebensmechanismus des Körpers. Er soll gewährleisten, dass in einer realen Gefahrensituation die notwendige Energie bereit steht, um das eigene Überleben  zu sichern, entweder durch Kampf oder Flucht. Selbst zu einem Problem wird dieses seit Ur-Zeiten wirksame Not-Programm nur dann, wenn es auslöst, obwohl kein angemessener Grund dafür existiert.

ATEMNOT, ZITTERN, SORGE VOR KONTROLLVERLUST UND OHNMACHT - TODESANGST

Dann nämlich kann die bereitgestellte Energie nicht im Kampf mit, oder in der Flucht vor einer real greifbaren Bedrohung abgearbeitet werden. Ganz einfach, weil keine Gefahr vorhanden ist. Anstatt einem gefährlichen Raubtier, steht der Betroffene allein seiner als bedrohlich empfundenen körperlichen Wahrnehmung gegenüber und hat Angst vor der eigenen Angst, ohne es recht zu verstehen. Der erlebte Schreck verstärkt die als edrohlich empfundene Körperwahrnehmung noch einmal und triggert das Ausschütten der Stress-Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol - ein Panik-Teufelskreis entsteht.

 

Häufige Auslöser solch quälender Panikattacken sind unterbewusste Sorgen und Ängste, aber auch akute Stressphasen, chronische Überbelastung und Burn Out-Situationen.  Oft sind es auch ganz harmlose körperliche Vorgänge, wie ein Herzstolpern bzw. die sogenannten Extrasystolen, welche die ganze Panikreaktion in Gang setzen. Extrasystolen kommen auch bei vollkommen herzgesunden Menschen vor, werden jedoch von rund 70 Prozent der Betroffenen überhaupt nicht wahrgenommen. 

 

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AUCH GESUNDE HERZEN STOLPERN

Unangenehmes Herzstolpern kann in seiner Häufigkeit gesteigert werden durch:

  • Schlafmangel
  • Übermäßigen Konsum von Kaffee, Nikotin und Alkohol
  • Akuten und chronischen Stress
  • Emotionale Belastungen
  • Niedrigen Kalium-Blut-Spiegel
  • Mangel an Mikronährstoffen, wie Vitamin B12 oder Magnesium
  • Unbewusste Ängste

Natürlich können Herzklopfen und Stolpern in sehr seltenen Fällen auch Hinweise auf ein zugrunde liegendes körperliches Problem sein, wie etwa einer Schilddrüsenüberfunktion oder dem Vorhofflimmern. Daher sollte das einmal ärztlich abgeklärt werden, auch um sich selbst zu beruhigen. In der Regel reicht dafür ein einfaches, fünfminütiges, vollkommen schmerzloses EKG, bei dem die Herzströme gemessen und die Extrasystolen (Herzstolpern) begutachtet werden. Doch wie gesagt, in den allermeisten Fällen ist dies ein vollkommen normales Phänomen, das jeder Mensch im Laufe seines Lebens so gut wie täglich erfährt, bewusst oder unbewusst.

Eine Angsterkrankung oder Panikstörung sollten wir immer dann in Betracht ziehen, wenn die auftretenden Emotionen:

  • in der jeweiligen Situation unangemessen erscheinen
  • länger als nötig anhalten
  • kaum oder gar nicht zu beeinflussen sind
  • beginnen das alltägliche Leben einzuschränken

Dann sollte man den Ursachen auf den Grund zu gehen, die vielfach aus unbewussten Sorgen und Ängsten resultieren oder auf einer generellen seelischen Überlastung beruhen. Psychotherapeutische Hilfe kann in einem solchen Fall nützlich sein, und sie in Anspruch zu nehmen, ist absolut kein Grund für Schamgefühle.  Da solch eine Suche nach der Ursache mitunter ein längerer Prozess sein kann, ist es gut über eigene kleine "Tricks" zu verfügen. Diese lassen solche Situationen besser überstehen und auch deren Häufigkeit und Intensität kann verringert werden. Die meisten der Betroffenen werden die folgenden Tipps und Ratschläge bereits kennen. Hier noch einmal die Wichtigsten.

 

Was im akuten Fall hilft:

  • Einatmen - Ausatmen. Hyperventilieren Sie nicht 
  • Trinken Sie ein Glas kaltes Wasser und lassen Sie es sich auch über Ihre Handgelenke fließen
  • Klarheit: Sie WISSEN, dass dieser Spuk in 10 bis 30 vorüber ist.

 

Was Sie langfristig und präventiv dagegen tun können:

  • Regelmäßigen Stress-Abbau betreiben
  • Regelmäßige körperliche Ertüchtigung und Sport treiben
  • Für ausreichenden und erholsamen Schlaf sorgen
  • Auf Kaffee, schwarzen Tee und aufputschende Substanzen, etwa Energiedrinks verzichten

 

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6 AKUPRESSUR-PUNKTE FÜR DIE AKUTE SITUATION UND 1 PUNKT FÜR DIE PRÄVENTION

 Ein weiteres sehr effektives Werkzeug zur Selbsthilfe ist die Akupressur.

 

Bei der Akupressur werden spezifische Körper-Punkte mittels Druck behandelt. Die Verwendung der Punkte, die innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin seit Jahrhunderten bekannt sind, hat schon zahllosen Menschen Linderung von ihren Beschwerden verschaffen können.

 

Wir zeigen Ihnen einige der wichtigsten Punkte mit direktem Bezug zu entsprechenden Emotionen. Damit können auch Sie Ihren Körper und Geist punktgenau dabei unterstützen Entspannung zu finden, Stress abzubauen, sowie besser mit Nervosität, Unsicherheit und Ängsten fertig zu werden.

 

Die ersten sechs Punkte, die wir Ihnen gern vorstellen möchten, sind vor allem im akuten Fall hilfreich und können dort rasche Linderung verschaffen.

 

Der 7. Punkt (Niere 3) kann Ihnen vor allem langfristig helfen, sich gegen überbordende Ängste zu wappnen. Indem Sie diesem regelmäßige Beachtung schenken, können Sie Ihre Nieren-Energie kräftigen. Dadurch entziehen Sie übertriebenen  und irrationalen Ängsten die energetische Grundlage und packen das Problem sprichwörtlich an der Wurzel.


Anwendung und Vorgehensweise:

 

Für die Massage der Druckpunkte eignen sich die Fingerkuppen von Daumen und Zeigefinger, aber auch Hilfsmittel, wie der Radiergummi am Ende eines Bleistiftes sind äußerst praktikabel.

 

Der ausgeübte Druck sollte deutlich zu spüren, aber nicht allzu schmerzhaft sein. Massieren Sie die einzelnen Punkte jeweils ein bis drei Minuten.

1. Pericard 3 I QUZE I Gewundener Teich

Lage: In der Ellenbogenfalte, in einer kleinen Vertiefung direkt neben der Bizepssehne (auf der dem Körper nahen Seite) liegt der Punkt Periard 3. Die Bizepssehne finden Sie ganz einfach, indem Sie Ihren gebeugten Arm leicht anspannen und in der Ellenbogenfalte danach tasten.

 

Hilfreich im akuten Fall bei:

  • Angst
  • Panik
  • Beklemmungsgefühl
  • Schreck
  • Emotionaler Verletzung

2. Pericard 6 I NEIGUAN I Innerer Pass (Bodyguard des Herzens)

Lage:  Den Punkt Pericard 6 finden Sie zwei Daumenbreiten von der Handgelenkspalte entfernt, in der Mitte des Unterarms, genau zwischen den beiden dort tastbaren Sehnen.

 

Hilfreich im akuten Fall bei:

  • Beklemmungsgefühl
  • Herzklopfen
  • Angst
  • Akuter Stressreaktion
  • Übelkeit

3. Herz 7 I SHENMEN I Tor des Geistes

Lage:  Herz 7 liegt auf der Kleinfingerseite, auf Höhe des Handgelenkspalts, direkt neben dem dort tastbaren Sehnenansatz.

 

Hilfreich im akuten Fall bei:

  • Herzklopfen
  • Angst
  • Panik
  • Unruhezustände
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen

     

4. Ren Mai 17 I DANZHONG I Vorhof der Brust

Lage:  Auf dem Brustbein, genau  in der Mitte zwischen den Brustwarzen, liegt Ren Mai 17.

 

Hilfreich im akuten Fall bei:

  • Beklemmungsgefühl
  • Herzklopfen
  • Psycho-vegetativen Störungen

5. Extrapunkt 3 I YINTANG I Dekorierte Halle

Lage:  Zwischen den Augenbrauen

 

Hilfreich im akuten Fall bei:

  • Akutem Schreck
  • Schwindel
  • Ruhelosigkeit
  • Schlafstörungen

     

6. Leber 3 I TAICHONG I Große Beruhigung

Lage:  Leber 3 liegt in einer Vertiefung zwischen den Grundgelenken des 1. und 2. Mittelfußknochens.

 

Hilfreich im akuten Fall bei:

  • Spannungszustände
  • Ruhelosigkeit
  • Ängstlichkeit
  • Schwindel
  • Überforderung

     

7. Niere 3 I TAIXI I Große Schlucht

Lage: In einer Vertiefung zwischen dem höchsten Punkt des Innenknöchels und  der Achillessehne, liegt der Punkt "Niere 3".

 

Hilft langfristig und präventiv.

 

Die Funktion von gesunder Angst ist es, uns auf Gefahren aufmerksam zu machen, damit wir angemessen darauf reagieren können.  Gesunde Angst nützt und schützt uns also.

 

Hinter generalisierten Angsterkrankungen und Panikattacken aber steckt oftmals ein Mangel an Nieren-Energie. In der Traditionellen Chinesischen Medizin-Theorie stehen alle Organe mit einer spezifischen Emotion in Zusammenhang.  Die Leber beispielsweise mit  der Wut, die Lunge mit Trauer usw. Angst wiederum ist als Emotion den Nieren zugeordnet. 

 

Wenn Angst sich verselbstständigt, häufig auftritt oder zu lange andauert, wird dadurch die Nieren-Energie geschwächt. Eine schwache Nieren-Energie wiederum macht noch anfälliger für Angst  - ein Teufelskreis kann entstehen. Daher ist es bei Problemen, in deren Zentrum die Angst steht, stets wichtig auch die Energie der Nieren zu stärken. Mit dem Punkt "Niere 3" steht uns dafür das perfekte Werkzeug zur Verfügung.

 

Um unsere Nieren-Energie langfristig kräftigen und bewahren zu können, kann dieser Punkt langfristig ein- bis dreimal täglich, wie beschrieben, ein bis drei Minuten lang  sanft massiert werden. Hier können Sie dem Druck leichte kreisende Bewegung im Uhrzeigersinn hinzufügen, was den tonisierenden Effekt verstärkt. Bei regelmäßiger Anwendung ist es sinnvoll die Körperseite nach jeder Behandlung zu wechseln.

 

 

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Ich wünsche Ihnen viel Freude, und bleiben Sie Gesund!

 

Neben meinem Beruf als Ausbilder von Personenschutzkräften und Coach, habe ich mein Wissen in der fernöstlichen Heilkunde kontinuierlich über Jahrzehnte vertieft und mehrjährige Ausbildungen in Traditioneller Chinesischer Medizin, Japanischer Akupunktur, europäischer Pflanzenheilkunde und Trauma-Therapie abgeschlossen. Gelegentlich schreibe ich gern Artikel für Blogs, wie diesen.

Stefan Bludau, Heilpraktiker und Coach mit Praxis in Berlin
www.stefanbludau.de


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