Dankbarkeit verändert unser Gehirn und lässt uns länger leben

Es gibt vieles in unserem Leben, für das wir dankbar sein können. Manchmal muss man sich nur etwas Zeit nehmen, um sich an diese zu erinnern. Wenn wir das aber regelmäßig tun und damit all das Gute würdigen, werden wir nicht nur viel für unsere innere Stimmung, sondern auch für unsere Gesundheit vollbringen.

Es mag seltsam klingen, doch die erstaunlichen und bemerkenswerten neurologischen Auswirkungen, die mit dem Gefühl der Dankbarkeit einhergehen, sind alle wissenschaftlich belegt. Einige dieser Auswirkungen auf Körper und Geist, möchten wir Ihnen heute gern vorstellen.

DANKBARKEIT FÖRDERT DIE FREISETZUNG DES „GLÜCKSHOrMONS“ DOPAMIN

Dopamin fördert in uns das Empfingen von Freude, Zuversicht und Glück. Doch Dopamin kann noch sehr viel mehr.

 

Es ist an zahlreichen hormonellen Regel- und Steuer-Vorgängen beteiligt. 

 

Als Neurotransmitter ermöglicht es die Kommunikation von einer Nervenzelle zur anderen, sowie die Signalübertragung zwischen Nerven- und Muskelzellen. Mittels Dopamin steuert unser Gehirn das feine Zusammenspiel von An- und Entspannung der Muskeln. Bei Parkinson-Patienten etwa führt Dopamin-Mangel im Gehirn dazu, dass motorische Impulse und damit die Feinabstimmung von Bewegungsabläufen nicht mehr richtig weitergegeben werden können.

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OHNE DOPAMIN WÄRE UNSER GEHIRN NICHT IN DER LAGE ERLEBNISSE LANGFRISTIG ABZUSPEICHERN

Dopamin spielt eine wichtige Rolle bei der Gedächtnisbildung. Probanden, denen man im Versuch L-Dopa verabreichte, konnten sich in Gedächtnis-Tests, gegenüber einer Placebo-Vergleichsgruppe, um bis zu 20 Prozent besser erinnern. Diese und andere Resultate von Forscherteams weltweit, sollen auch dazu beitragen, Krankheiten wie Alzheimer besser verstehen zu lernen.

 

Doch das ist noch nicht alles. Eine am National Institutes of Health (NIH) durchgeführte Studie zeigte, dass ein Gefühl der Dankbarkeit, stets mit der Aktivierung der Hypothalamus-Region unseres Gehirns verknüpft ist. 

DANKBARKEIT LÄSST UNSEREN HYPOTHALAMUS LÄCHELN

Der Hypothalamus ist jene Hirnregion, in der eine ganze Reihe wichtiger Körperfunktionen reguliert werden, darunter Appetit, Schlaf, Temperatur, Stoffwechsel und Wachstum.

 

Zusammengenommen bringen diese neurologischen Effekte zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich. Die 5 Wichtigsten möchten wir Ihnen heut gern vorstellen:

1. Dankbarkeit lindert Schmerzen

Es mag zunächst unglaublich klingen, dass etwas so Einfaches wie Dankbarkeit, körperliche Schmerzen lindern kann. Und doch ist es so. Untersuchungen wie die „Counting Blessings vs. Burdens-Study“ deuten stark darauf hin. Als man Schmerz-Patienten ein Dankbarkeits-Tagebuch führen ließ, berichteten 26 Prozent der Betroffenen von einer signifikanten Linderung der Schmerzen. Gleichzeitig waren die Probanden eher bereit Sport zu treiben und zeigten sich in ihrem Bemühen um Genesung insgesamt motivierter. Der vermehrte Zustrom von Dopamin könnte der Grund für diese positiven Veränderungen sein.

2. Dankbarkeit lässt selig schlummern

Dankbarkeit steigerte in zahlreichen Studien die Schlaf-Qualität, indem sie die Einschlafphase verkürzte und die Schlafdauer verlängerte. Wirklich verwunderlich ist das aber nicht, denn der Botenstoff Dopamin gelangt auch in den Hippocampus und kann daher unser gesamtes limbisches System aktivieren, welches so überlebenswichtige vegetative Funktionen wie Schlaf-Wach-Rhythmus und Atmung steuert. 

 

Tatsächlich fällt es uns leichter in einen tiefen, natürlichen Schlaf zu fallen, wenn wir dankbar sind. Ein erholsamer Schlaf wiederum hat viele weitere positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Er kann unser Immunsystem stärken, sowie Ängste, Depressionen, Schmerzen und Stress lindern. 

3. Dankbarkeit schützt das Herz

Eine im Jahre 2007 durchgeführte Studie untersuchte Gefühle der Dankbarkeit in ihren Auswirkungen auf den Blutdruck. Dabei zeigte sich, dass bereits das Führen eines Dankbarkeits-Tagebuches ausreichte, um den systolischen Blutdruck um 10 Prozent zu senken.

 

Eine von McCraty durchgeführte Studie zeigte, dass die Kultivierung von Gefühlen der Dankbarkeit und Wertschätzung zu einem signifikanten Rückgang des Stress-Hormons Cortisols führte. Noch beeindruckender war der Umstand, dass 80 Prozent der Teilnehmer mit einer verbesserten Herzfrequenzvariabilität belohnt wurden.

 

Die Herzfrequenzvariabilität - kurz HRV (heart rate variability) - ist ein starker Indikator für den Gesundheitszustand unseres Herzens. Eine hohe HRV zeigt, dass das Herz schnell und flexibel auf verschiedenste Anforderungen reagieren kann. Chronische physische und psychische Überlastung, etwa durch permanentem Stress, verschlechtert die Feinsteuerung des Herzens und bedeutet für das Herz gewissermaßen ein ständiges Arbeiten in Überlast.

 

Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass Dankbarkeit zum einen widerstandsfähiger gegen Traumata und Stress macht und zum anderen die Erholung von traumatischen Ereignissen beschleunigt.

4. Dankbarkeit lindert Ängste und Depressionen

Studien zu Dankbarkeits-Praktiken haben gezeigt, dass allein das Führen eines Dankbarkeits-Tagebuches unser langfristiges Glück um mehr als 10% steigern kann. 

 

Bei unter Depression leidenden Probanden senkte sich der Leidensdruck für die Dauer der Studie um mehr als 30 Prozent, ebenfalls allein durch das Führen eines Dankbarkeits-Tagebuches. Das diese Effekte nicht allein Einbildung und Suggestion beruhten, zeigten MRI-Scans, bei denen eine neuronale Modulation festgestellt wurde.

 

Die Teilnehmer der Studien waren insgesamt besser in der Lage, mit negativen Emotionen und Schuldgefühlen umzugehen.

5. Dankbarkeit macht stark und verlängert unser Leben

Nach all den hier genannten Vorteilen sollte es nicht mehr verwundern, dass Dankbarkeit uns stärker macht. Dankbare Menschen sind optimistischer und Optimismus stärkt unser Selbstbewusstsein - wir fühlen uns vitaler.

 

Auch in etlichen Untersuchungen zeigte sich, dass dankbare Menschen ein höheres Energieniveau haben, entspannter, zufriedener und generell gesünder sind.

 

Dabei spielt letztlich keine Rolle, ob es allein der Dankbarkeit geschuldet ist und uns quasi allein die Kraft der Positivität gesünder macht oder ob es das durch die Dankbarkeit freigesetzte Dopamin in unserem Gehirn ist, welches eine vorteilhafte Kettenreaktion auslöst. Sicher ist, dass jede Studie, die zum Thema Dankbarkeitsforschung durchgeführt wurde, Beweise dafür erbrachte, dass Dankbarkeit die Gesundheit von Körper, Geist und Seele fördert.

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Wenn Sie gelegentlich das Gefühl beschleicht, in dunklen und gefährlichen Zeiten zu leben und wenn Sie durch Hektik, Stress und Eile oftmals ganz vergessen, wie viele Gründe es für Sie gibt, dankbar zu sein, sollten Sie jetzt aufhorchen. 

 

Und ganz ehrlich, ist nicht allein der Umstand, dass Dankbarkeit so viele gesundheitsfördernde Effekte mit sich bringt, ein Grund dafür dankbar zu sein?

 

Vielleicht versuchen Sie auch einmal mit einem Tagebuch der Dankbarkeit. Sie können am Abend all die Dinge darin notieren, für die sie im Laufe des Tages dankbar waren. Das könnte Ihr Leben verändern und ein hervorragender Übergang zu Entspannung und Schlaf ist es obendrein.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Grund zur Dankbarkeit.

Bleiben Sie gesund!

Neben meinem Beruf als Ausbilder von Personenschutzkräften und Coach, habe ich mein Wissen in der fernöstlichen Heilkunde kontinuierlich über Jahrzehnte vertieft und mehrjährige Ausbildungen in Traditioneller Chinesischer Medizin, Japanischer Akupunktur, europäischer Pflanzenheilkunde und Trauma-Therapie abgeschlossen. Gelegentlich schreibe ich gern Artikel für Blogs, wie diesen.

Stefan Bludau, Heilpraktiker und Coach mit Praxis in Berlin
www.stefanbludau.de


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